Website erstellen lassen: worauf du achten solltest

Eine Website erstellen zu lassen ist für die meisten Selbstständigen keine Routine-Entscheidung. Man macht es alle paar Jahre einmal, kann die Qualität der Angebote schwer einschätzen – und merkt oft erst nach Monaten, ob die Wahl richtig war. Genau das macht den Prozess so unangenehm.

Wenn du eine Website erstellen lassen willst und dich fragst, worauf du dabei achten musst: Diese acht Punkte trennen ein gutes Projekt von einem, das dich Zeit, Geld und Nerven kostet.

8 Punkte, die du vor der Beauftragung klären solltest

1. Siehst du etwas, bevor du zahlst?

Der wichtigste Punkt zuerst: Wenn du erst nach der Anzahlung erfährst, wie deine Website aussieht, trägst du das gesamte Risiko. Frag konkret nach, ob du vorab eine Struktur- oder Designvorschau bekommst. Wer das nicht anbietet, verlangt von dir blindes Vertrauen.

2. Wem gehört die Website am Ende?

Klär vorab schriftlich: Wem gehört die Domain? Wer hat Zugang zum Hosting? Bekommst du die Zugangsdaten zum Backend? Manche Anbieter halten Domain und Zugänge bewusst bei sich – ein Wechsel wird dann teuer oder unmöglich. Deine Domain sollte immer auf dich registriert sein.

3. Kannst du Inhalte selbst ändern?

Öffnungszeiten, Preise, ein neues Foto – solche Kleinigkeiten fallen ständig an. Wenn du für jede Textänderung anfragen und bezahlen musst, wird die Website zum Ärgernis. Frag, ob du selbst Änderungen vornehmen kannst und ob du eine Einschulung oder Anleitung bekommst.

4. Was passiert nach dem Livegang?

Eine Website ist kein fertiges Produkt, das man einmal aufstellt. Updates, Backups und Sicherheitsfragen laufen weiter. Kläre, ob Wartung enthalten ist, was sie kostet und wer reagiert, wenn die Seite ausfällt. Ein Einmalpreis ohne jede Betreuung ist selten wirklich günstiger.

5. Ist der Preis vollständig?

Frag nach, was nicht im Angebot enthalten ist. Häufige Nachzahlungen entstehen bei Hosting, Domain, Bildlizenzen, zusätzlichen Unterseiten oder Rechtstexten. Ein seriöses Angebot benennt beides: was drin ist und was extra kostet.

6. Werden die rechtlichen Pflichten mitgedacht?

Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Hinweis: In Österreich gelten konkrete Informationspflichten, für die du als Betreiber verantwortlich bist. Ein guter Anbieter richtet die technischen Grundlagen dafür ein und sagt dir klar, wo die Grenze zur Rechtsberatung verläuft. Wer dir pauschal volle Rechtssicherheit zusagt, verspricht mehr, als er halten kann.

7. Wer schreibt die Texte?

Das ist der häufigste Grund, warum Website-Projekte monatelang liegenbleiben: Das Design steht, aber die Texte fehlen. Kläre vorab, wer sie liefert, bis wann, und ob Unterstützung dabei enthalten ist. Wenn du sie selbst schreibst, plan realistisch Zeit dafür ein.

8. Wie erreichbar ist dein Ansprechpartner?

Ein direkter Ansprechpartner mit Telefonnummer ist mehr wert als ein Ticketsystem. Achte darauf, wie schnell und wie verständlich schon in der Angebotsphase geantwortet wird – das ist ein ziemlich zuverlässiger Vorgeschmack auf die Zusammenarbeit.

Diese Warnsignale solltest du ernst nehmen

  • Garantierte Platz-1-Rankings bei Google – das kann niemand zusagen.
  • Hohe Anzahlung, bevor du irgendetwas gesehen hast.
  • Kein schriftliches Angebot, nur mündliche Zusagen.
  • Die Domain wird auf den Anbieter registriert statt auf dich.
  • Keine Referenzen, die man sich live ansehen kann.
  • Zeitdruck im Verkaufsgespräch („nur noch diese Woche“).

Fazit: Fragen stellen kostet nichts

Die meisten Enttäuschungen bei Website-Projekten entstehen nicht durch schlechte Arbeit, sondern durch unausgesprochene Erwartungen. Wer vorab klärt, wem die Domain gehört, was nach dem Livegang passiert und ob er das Ergebnis vorher sehen darf, hat die wichtigsten Risiken bereits ausgeräumt. Und wer auf solche Fragen ausweichend antwortet, hat dir gerade die wichtigste Auskunft überhaupt gegeben.

Häufige Fragen

Auf wen sollte die Domain registriert sein?

Immer auf dich beziehungsweise dein Unternehmen. Nur dann kannst du den Anbieter jederzeit wechseln, ohne deine Webadresse zu verlieren.

Brauche ich einen Wartungsvertrag?

Bei WordPress-Seiten ist laufende Pflege sinnvoll, weil Updates und Sicherheitsfragen regelmäßig anfallen. Entscheidend ist, dass klar geregelt ist, wer sich darum kümmert – ob als Vertrag oder als Paketbestandteil.

Kann ein Webdesigner mir Rechtssicherheit garantieren?

Nein. Ein Webdesigner kann die technischen Grundlagen sauber einrichten. Verbindliche Rechtsberatung dürfen nur dafür befugte Stellen leisten – im Zweifel WKO, Datenschutzbehörde oder eine Anwaltskanzlei.

Wie lange dauert ein Website-Projekt üblicherweise?

Das hängt stark davon ab, wie schnell Texte und Bilder bereitstehen. Die Inhalte sind fast immer der Engpass, nicht die Umsetzung.

„Die beste Frage vor jedem Website-Auftrag ist: Was ist nicht enthalten? Die Antwort darauf sagt dir mehr über einen Anbieter als jede Referenzliste.“

Alexander Wagner, meinetraumhomepage.at

Prüf uns zuerst – dann entscheide.

Du bekommst deine kostenlose Website-Vorschau – Moodboard, Wireframe, Grobkonzept und Designvorschau. Automatisch in rund 15 Minuten, komplett gratis und unverbindlich.

Jetzt kostenlose Vorschau anfordern →

100% kostenlos · Unverbindlich · Vorschau in 15 Minuten